20. August 2010

Tea-Nobilis.de unterwegs-Tee in Taiwan (1)

This entry is part 1 of 5 in the series Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan
Taipeh HRS Bahnsteig

Taipeh HRS Bahnsteig

Neulich, unterwegs in Taiwan, der Insel Formosa, dem immergrüne Eiland im Pazifischen Ozean. Die Insel voller Gegensätze, Moderne und Technologie trifft Tradition, Natur. Tradition in Taiwan ist es, die den Tee schätzt, nicht nur als Getränk, sondern auch als Teil der Kultur und als Teil der chinesischen Geschichte. Tee als Schatz, als Genuss, Tee, der Weg. Nicht nur die Taiwaner schätzen den hochwertigen Tee, sondern auch Tee-Kenner weltweit wissen die Spezialitäten und Raritäten aus Taiwan / Formosa zu schätzen.
Ziel unserer Reise ist der Ursprung dieser unergründlichen Tee-Welt, eintauchen in das Leben der Tee-Bauern und Tee-Händler, direkt vor Ort, dort wo alles beginnt – JhuShan (竹山).
Los geht’s um 7 Uhr morgens, eine feucht-fröhliche Nacht liegt hinter mir – Geburtstagsfeier eines guten Freundes in Taipeh. Das Aufstehen fällt mir schwer, ich packe die wichtigsten Sachen zusammen, die Kamera ist startklar, Akkus geladen. Im Foyer des Hotels warten meine Begleiter, auch nicht ausgeschlafen. Zusammen fahren wir mit der U-Bahn (MRT) zur Main Station Taipeh, von dort geht es weiter mit dem HSR Train (Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug) nach Taichung, ca. 180 km süd-westlich von Taipeh. Der Zug fährt um 8:42 Uhr ab, wir werden ca. 1 Stunde und 20 Minuten unterwegs sein. Ich bin positiv beeindruckt, die Beschilderung ist sehr gut und immer mehrsprachig ausgeführt. So können sich auch Touristen ohne chinesische Sprachkenntnisse problemlos orientieren. Am Bahnsteig angekommen steht er vor uns: der Shinkansen 700T mit seiner klaren Geradlinigkeit und Schlichtheit. Im Inneren erwartet uns ein geräumiges Abteil, die Sitze sind bequem.
Es geht los, der Zug gleitet leise aus dem unterirdischen Bahnhof, ein kleiner Stop in Banciao, dann geht es flott weiter Richtung Süden. Es dauert vielleicht eine Viertelstunde, bis wir auftauchen aus dem unterirdischen Labyrinth aus Tunnels und Gleisen, auftauchen in eine Welt, geprägt von Reisfeldern und Industrie. Die Laufschrift im Abteil informiert uns über die Ankunftszeit an der nächsten Haltestelle und über Hygiene-Maßnahmen im Zug. Ach ja, Asien wurde die letzten Jahre immer wieder gebeutelt von sich stark ausbreitenden Infektionskrankheiten.

Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug

Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug

Kein Wunder, immerhin ist die Bevölkerungsdichte auf der Insel weltweit mit am höchsten. Die Behörden dort sind heute erfahren und können wirksame Maßnahmen ergreifen, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können. Deshalb wird der Zug jeden Tag desinfiziert, so informiert uns die Laufschrift und das Werbematerial im Abteil. Der Zug beschleunigt weiter, wir brausen mit 296 km/h Richtung Süden. In Kürze erreichen wir die Haltestelle in Taichung, nächstes Ziel unserer Reise. Von dort werden wir mit einem Mietwagen, einem kleinen Toyota Yaris, die weiteren anstehenden 40 km bis zum Treffpunkt mit Mr. Chen zurücklegen. Mr. Chen ist für mich und somit für www.tea-nobilis.de in Taiwan unterwegs, um den besten Tee in Taiwan zu finden. Bester Tee im Hinblick auf Verarbeitung, Geschmack und Anbaumethode.

Auf dem Weg nach Lugu

Auf dem Weg nach Lugu

Wir treffen uns in Lugu, ganz in der Nähe von Nantou. Einige von euch kennen Nantou möglicherweise von den Tee-Raritäten dieser Region. Von hier kommen die berühmtesten Sorten, allen vorweg der Dong-Ding Oolong Tee (凍頂烏龍茶), für den der Tee-Kenner gerne mal 200 US Dollar oder mehr ausgibt – für 150g versteht sich, nicht für das Kilo.

Wie es weitergeht und was es mit dem Weg zur Tee-Farm auf sich hat, könnt ihr die nächsten Tage im Blog lesen….

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