22. Januar 2011

Tee-Genuß unterwegs, Tee-Mobil Tee-Zubereiter

Guten Tee unterwegs zubereiten? Kein Problem mit dem Tee-Mobil Tee-Zubereiter von Tea-Nobilis.de
Und so verwendet man die stylische Flasche:

29. August 2010

Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (5)

This entry is part 5 of 5 in the series Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan
Tee-Schalen im Tee-Laden, Taiwan

Tee-Schalen im Tee-Laden, Taiwan

Wir kommen zurück nach Taipeh, es ist halb sieben abends. Der Tag in Taipeh ist zu dieser Stunde noch lange nicht zu Ende. Ich werde mit einem Freund noch einen Tee-Laden besuchen, der erst kürzlich in der Nähe des Tea-Nobilis.de Zweigstellen-Büros aufgemacht hat. Der Laden ist puristisch gehalten, mit einem schlichten aber edlen hölzernen Tisch in der Mitte. Zur Rechten an der Wand in klassischer Ordnung, Tees in verschiedensten Geschmacksrichtungen auf edlen Ablageflächen präsentiert. Die linke Wand ist lebendig, bepflanzt mit tropischen Hängepflanzen, zwischendurch plätschert Wasser. Das Klima in dem Raum ist sehr angenehm, kühl aber tropisch feucht, so wie wir es auf dem Berg im Nebel erlebt haben. Leise asiatische Musik erfüllt den Raum. Der Tee-Laden schafft für den High-Mountain Oolong Tee eine passende Umgebung, in der kann der Kunde den Tee nicht nur genießen, sondern richtig erleben.

Neu eröffneter Tee-Laden in Taipeh, Taiwan

Neu eröffneter Tee-Laden in Taipeh, Taiwan

Die nette Dame bereitet uns sechs Schalen Tee zu uns serviert sie auf einem kleinen hölzernen Tablett. Wir sitzen um den Tisch und kosten den Tee. Fast alle hier angebotenen Tees sind mit Osmanthus oder Rose vermischt. So gibt es grünen Tee mit Osmathus und Oolong Tee mit Osmanthus, gleiches auch mit Rosenblättern verfeinert. Außerdem finden wir orthodoxe Sorten ganz ohne Beimischungen, sowie kohlegeröstete Oolongs und andere Kostbarkeiten. Wir schauen uns noch etwas um. Ich kaufe von jeder Sorte eine Dose und nehme noch edel verpackten kohlegerösteten High-Mountain Oolong Tee mit. Ein Europäer in dem Laden, scheinbar nicht ganz so alltäglich. Ich werde um ein Photo gebeten.
Wir wollen gehen, Kollegen warten bereits im Thai-Restaurant bei Eslite, eines der größten Buchläden, die ich je gesehen habe. Auf 12 Stockwerken verteilt kann man alles Rund um das Buch kaufen. Ganz oben gibt es eine exklusive Auwahl an internationalen Restaurants. Auf uns wartet ein mit Gaumenfreuden bestückter großer Tisch. Seafood, Salate und Suppen, alles aufeinander abgestimmt versucht der Taiwaner die Balance des Essens zu wahren. Zu trinken gibt es Bier und Oolong Tee.
Tee — der Weg, wo immer er uns hinführt, so verstehen die Taiwaner ihren Teil der Kultur.

25. August 2010

Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (3)

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Tee-Gärten nahe Lugu

Tee-Gärten nahe Lugu

Wir setzen unsere Fahrt fort, die Straße wir immer schmaler, oft durchqueren wir einen Bach, das Wasser spritzt. Es geht weiter bergauf. Dort oben, auf nahezu 2000 m Höhe ist die Vegetation rückständig, dort ist der Tee gerade ernte-reif. Wir treffen ein paar Pflückerinnen an. Zwischen Tee-Sträuchern und Nebel versteckt verrät sie der markante Hut, der die Pflückerinnen am Morgen, wenn der Nebel noch nicht den Berg hinaufgezogen ist,  vor der Sonne schützen. Die Gewänder der Pflückerinnen sind bunt und luftig und verdecken zum Schutz vor Sonne und Ungeziefer nahezu den ganzen Körper. Ein großzügig dimensioniertes Kopftuch verdeckt Nacken und teilweise das Gesicht. Der Anblick ist für uns amüsant, im Gegenzug empfinden die Pflückerinnen den Besuch von Europäern als willkommene Abwechslung. Dem Taiwaner typisch ist seine anfangs sehr ausgeprägte Schüchternheit, die nach kurzer Auftau-Phase schwindet. So auch hier, ein Foto mit den Beschäftigten scheint anfangs nicht machbar. Wir respektieren die Leute und versuchen zuerst, etwas Vertrauen aufzubauen. Wir reden über Tee, über die laufende Ernte, den Problemen, die in den letzten Wochen aufgetreten sind und über mögliche Bedrohungen durch Taifune und Erdrutsche. Tee ist präsent, immer und überall, er ist Mittelpunkt im Leben dieser Leute. Langsam bricht das Eis, die Pflückerinnen beginnen auf uns zuzugehen, sie schätzen unser Interesse an Tee und zeigen uns ihre Welt.

Tea-Nobilis.de Gründer  in Dong Ding Oolong Tee Garten

Tea-Nobilis.de Gründer in Dong Ding Oolong Tee Garten

Sie zeigen mir, wie sie pflücken, die obersten 3 Blätter samt frischer Knospe werden mit einer speziell angefertigten Klingenkombination blitzschnell und mit einem Handgriff abgetrennt. Die Frauen sind überzeugt von der Qualität und Sorgfalt ihrer Arbeit, der Qualität ihres Tees. Wir respektieren ihre Arbeit, würdigen ihr Können und zeigen ihnen so Wertschätzung, “show a good face” wie man in Taiwan gerne sagt. Ungewohnt für uns Europäer ist das Gesicht-Wahren in Asien ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg und zum Respekt. In meiner langjährigen Erfahrung mit Taiwan und intensiver Geschäftsbeziehung bin ich durch eine harte Schule gegangen, mit Rückschlägen und mit Erfolgen. Die Pflückerinnen haben mittlerweile so viel Vertrauen geschöpft, daß sie jetzt zu Fotos zustimmen. Sie finden das jetzt ganz lustig und amüsieren sich. Wir machen ein paar Schnappschüsse und beobachten die Leute noch ein wenig, dann brechen wir auf, wir wollen sie nicht zu sehr von der Arbeit abhalten. Nächste Station ist eine kleine Tee-Manufaktur ein paar hundert Meter weiter, eine kleine Wellblech-Halle mit den typischen Utensilien: geflochtene Körbe für die Fermentation, geflochtene Trommeln, Blatt-Roll-Maschinen und den gasbetriebenen Blatt-Trockner. Im Freien stehen Unmengen an Gasflaschen zum Heizen der Trockner-Trommeln.

Tee-Garten mit Tee-Pflückerin

Tee-Garten mit Tee-Pflückerin

Tee wird geerntet, dann werden die Blätter zum Welken am Boden ausgelegt. Anschließend erfolgt ein Fermentationsschritt, je nach Tee-Sorte entsprechend festgelegt. In Tüchern gewickelt werden die Blätter dann gerollt, dazu wird der Tuch-Ballen in eine spezielle Maschine gegeben. Ziel ist es, die Blätter sanft zu brechen. Danach wird der Fermentationsprozess mittels Hitze gestoppt. Es folgen weitere Fertigungsschritte. Genaue Details über den Prozess erfahren wir hier in dieser Manufaktur nicht. Immerhin wird gerade ein Prämierungs-Kandidat vorbereitet, der genaue Fertigungsablauf ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Auch Fotos sind hier nicht erwünscht, zu groß ist die Angst, der Wettbewerb könnte Details des Prozesses erfahren und kopieren.
Unterwegs halten wir an einem Restaurant, Hunger macht sich breit bei Mr. Chen. Meinen Begleitern und mir ist nicht ganz so wohl, war die Fahrt auch extrem kurvig und hat uns an einen Sturm auf hoher See erinnert.

In ein paar Tagen geht es weiter mit taiwanesischem Schweinebraten…

21. August 2010

Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (2)

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Tee-Farmer Mr. Young bereitet Oolong aus Formosa zu

Tee-Farmer Mr. Young bereitet Oolong aus Formosa zu

Wir kommen in Lugu an, ein kleiner Ort an den Hängen der Gebirgsausläufer. Von hier aus ins Landesinnere steigen die Berge an bis auf 2000 m oder mehr. Die Bergwelt hier ist sehr dicht bewachsen und bewaldet, nahezu undurchdringbar. In Lugu gibt es neben ein paar Restaurants ein kleines Tee-Museum, einen SevenEleven, Souvenier-Geschäfte und einen ganzen Haufen Mikro-Tee-Farmer, die in der Garage oder vorm Haus Tee aufbereiten.
Wir treffen Mr. Chen und den Tee-Farmer Mr. Young auf dem Parkplatz der dort ansässigen Lugu Township Tea Farmers Association. Links den Berg hoch, nach ca. 5 Minuten Fahrzeit treffen wir bei Mr. Young zu Hause ein. Wie bei vielen Tee-Farmern üblich, wir im “Wohnzimmer” der Tee verkostet, ich nenne den Raum treffender Lebens-Raum. Dunkler Marmor bedeckt den Boden, vorne an der großen Wand steht ein dunkler, sehr massiver Holzschrank. Davor eine schwere Leder-Couch und Ledersessel in dunkelroten Tönen gehalten. Passend dazu eine große Standuhr. Die Möbel erdrücken uns erstaunlicherweise nicht, denn der Lebens-Raum ist geräumig und hat gut 50m² Fläche. In der vorderen Hälfte, direkt am Eingang steht ein massiver Teil eines Baumes. Das Wurzelholz ist oben plan abgetragen und hochglanzpoliert, der untere Teil verschnörkelt und verästelt, grob und fein zugleich und ebenfalls auf Hochglanz gebracht. Wir nehmen Platz auf Hockern, setzen uns rund um die Wurzel, die Platz genug für mindestens acht Leute bieten würde. Mr. Young setzt sich an die Stirnseite. Hinter ihm ist eine kleine Spüle, Wasserkocher, Teeschalen und Tee-Kannen. Direkt vor Mr. Young befindet sich ein massives Tee-Schiff aus Marmor, hier werden die Tee-Kostbarkeiten zubereitet und zelebriert. Der Wasserkocher blubbert schon, es macht klick und das Blubbern verstummt. Wir plaudern und warten ein wenig auf die optimale Wassertemperatur. Für den Dong Ding Oolong Tee liegt sie bei ca. 80°C, ist das Wasser zu heiß, wird der Tee oft bitter und kann seine feinen Geschmacksnuancen nicht entfalten. Mr. Young wird für die Tee-Verkostung eine spezielle Tea-Taster Tasse zur Zubereitung des Aufgusses verwenden. Von dort gelangt der Tee in eine kleine Servier-Kanne aus Porzellan. Der Tea-Farmer ist wie zu erwarten sehr routiniert und bereitet nebenbei den Tee zu, ohne Waage oder Uhr, er macht alles nach Gefühl.

Dong Ding Oolong Tee aus Lugu

Dong Ding Oolong Tee aus Lugu

Wir werden hier ein paar ausgezeichnete Tees probieren. Zuerst ein High Mountain Oolong Tee, ein „Champion“, so besagt das Siegel auf der Dose. Er ist nur ganz leicht fermentiert und dadurch sehr dezent und leicht, ein angenehmes Aroma. Für den Oolong typisch 3 Blätter und Blattspitze, leichte Fermentation und schonend gerollt, so zeigt sich das Tee-Blatt. Der Aufguß ist dezent in der Farbe, erinnert ein wenig an Honig. Der Duft des aufgegossenen Tees ist blumig, frisch und sehr angenehm. Wir schlürfen — die typische adstringierende Wirkung und der Speichelfluß machen sich bemerkbar und bestimmen ganz plötzlich die Geschmackssinne. Dies ist ein eindeutiges Qualitätsmerkmal dieses hochwertigen Tees. Wir plaudern über Gott-und-die-Welt. Der Tee-Farmer Mr. Young interessiert sich sehr für die deutschen Tee-Gewohnheiten. Er versteht nicht so ganz, warum Oolong Tee hier nicht so populär ist wie in Taiwan und warum die Leute lieber aromatisierte Tee-Mischungen und Beutel-Tee trinken. Hätte ich doch deutsche Kräuter-Tees eingepackt, dann könnten wir ihm jetzt deutsche Tee-Spezialitäten nahebringen.
Mr. Young bereitet den nächsten Tee zu, ein etwas stärker fermentierter Dong-Ding Oolong Tee mit ausgeprägter Röstung. Das Blatt ist jetzt deutlich dunkler als das vom High Mountain Oolong Tee. Der Aufguss ist deutlich kräftig in der Farbe. Wir schlürfen, das charakteristische Aroma macht sich breit. Aus der Gaumengegend schießt der Geschmacksrausch hoch, von hinten-unten kommt der Flush, so einer der Begleiter.
Mr. Young bereitet von jedem Tee 3 Aufgüsse zu, der Erste für die Nase, der Zweite für den Geschmack und der Dritte für die Freundschaft, so sagt es die chinesische Tee-Kultur. Jeder dieser Aufgüsse hat seinen eigenen charakteristischen Geschmack.

Tee-Gärten auf JhuShan

Tee-Gärten auf JhuShan

Die Zeit drängt etwas, deshalb brechen wir die Tee-Verkostung ab und machen uns auf den Weg zu den Tee-Gärten. Wüsste ich, was uns bevorsteht, ich wäre wahrscheinlich nicht in den Jeep eingestiegen. Das Fahrzeug war offensichtlich auch Off-Road unterwegs. Schlammspritzer bis auf das Dach. Wir starten zu fünft los mit dem Jeep und fahren zuerst Serpentinen-Straßen ins Landesinnere. An einer unauffälligen Stelle biegen wir ab, kein Wegweiser zeigt das Ziel. Die Straße wird schmal und sehr schnell auch mal matschig und ist nur noch teilweise mit Teer bedeckt. Zur Linken geht es steil nach oben, zur Rechten geht es steil bergab. Wir brausen mit hoher Geschwindigkeit den Weg entlang, deutlich schneller, als ich hier fahren würde. Die Bodenwellen setzen dem Gefährt stark zu, sind jedoch für Mr. Young kein Grund um langsamer zu fahren. Ich frage, wie oft Mr. Young den Weg fährt. Drei mal die Woche fährt Mr. Young im Schnitt zu den Tee-Gärten.
Lugu liegt auf ca. 500 m Höhe, wir haben mittlerweile 1000 Höhenmeter überwunden. Hier oben wird die Sicht immer schlechter, heller Dunst macht sich breit. Vom Pazifik her strömt feuchte Luft über den Küstenbereich und heizt sich auf. An den Berghängen steigt die schwül-warme und feuchte Luft nach oben und kühlt ab. Dadurch kondensiert die Feuchtigkeit aus und bildet den für diese Berge typischen Dunst oder Nebel. Die Tee-Bauern schätzen das an den Hängen vorherrschende Klima, kühl und feucht, die Sonneneinstrahlung wird durch den Dunst stark abgemildert. Genau dieses Klima ist es, das den hier angebauten Tee seinen Ruf und sein einzigartiges Aroma gibt.
Wir halten an und steigen inmitten von Tee-Gärten aus. Soweit wir schauen können, sehen wir die charakteristisch geschnittenen Tee-Sträucher. Ab und an steht ein Obstbaum, frische Pfirsiche strahlen uns an. Wir sind auf 1400 m Höhe.

Natürlich ist unsere Reise noch nicht zu Ende und es gibt noch ganz interessante Begegnungen….

20. August 2010

Tea-Nobilis.de unterwegs-Tee in Taiwan (1)

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Taipeh HRS Bahnsteig

Taipeh HRS Bahnsteig

Neulich, unterwegs in Taiwan, der Insel Formosa, dem immergrüne Eiland im Pazifischen Ozean. Die Insel voller Gegensätze, Moderne und Technologie trifft Tradition, Natur. Tradition in Taiwan ist es, die den Tee schätzt, nicht nur als Getränk, sondern auch als Teil der Kultur und als Teil der chinesischen Geschichte. Tee als Schatz, als Genuss, Tee, der Weg. Nicht nur die Taiwaner schätzen den hochwertigen Tee, sondern auch Tee-Kenner weltweit wissen die Spezialitäten und Raritäten aus Taiwan / Formosa zu schätzen.
Ziel unserer Reise ist der Ursprung dieser unergründlichen Tee-Welt, eintauchen in das Leben der Tee-Bauern und Tee-Händler, direkt vor Ort, dort wo alles beginnt – JhuShan (竹山).
Los geht’s um 7 Uhr morgens, eine feucht-fröhliche Nacht liegt hinter mir – Geburtstagsfeier eines guten Freundes in Taipeh. Das Aufstehen fällt mir schwer, ich packe die wichtigsten Sachen zusammen, die Kamera ist startklar, Akkus geladen. Im Foyer des Hotels warten meine Begleiter, auch nicht ausgeschlafen. Zusammen fahren wir mit der U-Bahn (MRT) zur Main Station Taipeh, von dort geht es weiter mit dem HSR Train (Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug) nach Taichung, ca. 180 km süd-westlich von Taipeh. Der Zug fährt um 8:42 Uhr ab, wir werden ca. 1 Stunde und 20 Minuten unterwegs sein. Ich bin positiv beeindruckt, die Beschilderung ist sehr gut und immer mehrsprachig ausgeführt. So können sich auch Touristen ohne chinesische Sprachkenntnisse problemlos orientieren. Am Bahnsteig angekommen steht er vor uns: der Shinkansen 700T mit seiner klaren Geradlinigkeit und Schlichtheit. Im Inneren erwartet uns ein geräumiges Abteil, die Sitze sind bequem.
Es geht los, der Zug gleitet leise aus dem unterirdischen Bahnhof, ein kleiner Stop in Banciao, dann geht es flott weiter Richtung Süden. Es dauert vielleicht eine Viertelstunde, bis wir auftauchen aus dem unterirdischen Labyrinth aus Tunnels und Gleisen, auftauchen in eine Welt, geprägt von Reisfeldern und Industrie. Die Laufschrift im Abteil informiert uns über die Ankunftszeit an der nächsten Haltestelle und über Hygiene-Maßnahmen im Zug. Ach ja, Asien wurde die letzten Jahre immer wieder gebeutelt von sich stark ausbreitenden Infektionskrankheiten.

Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug

Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug

Kein Wunder, immerhin ist die Bevölkerungsdichte auf der Insel weltweit mit am höchsten. Die Behörden dort sind heute erfahren und können wirksame Maßnahmen ergreifen, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können. Deshalb wird der Zug jeden Tag desinfiziert, so informiert uns die Laufschrift und das Werbematerial im Abteil. Der Zug beschleunigt weiter, wir brausen mit 296 km/h Richtung Süden. In Kürze erreichen wir die Haltestelle in Taichung, nächstes Ziel unserer Reise. Von dort werden wir mit einem Mietwagen, einem kleinen Toyota Yaris, die weiteren anstehenden 40 km bis zum Treffpunkt mit Mr. Chen zurücklegen. Mr. Chen ist für mich und somit für www.tea-nobilis.de in Taiwan unterwegs, um den besten Tee in Taiwan zu finden. Bester Tee im Hinblick auf Verarbeitung, Geschmack und Anbaumethode.

Auf dem Weg nach Lugu

Auf dem Weg nach Lugu

Wir treffen uns in Lugu, ganz in der Nähe von Nantou. Einige von euch kennen Nantou möglicherweise von den Tee-Raritäten dieser Region. Von hier kommen die berühmtesten Sorten, allen vorweg der Dong-Ding Oolong Tee (凍頂烏龍茶), für den der Tee-Kenner gerne mal 200 US Dollar oder mehr ausgibt – für 150g versteht sich, nicht für das Kilo.

Wie es weitergeht und was es mit dem Weg zur Tee-Farm auf sich hat, könnt ihr die nächsten Tage im Blog lesen….

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