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	<title>Tee-Blatt! &#187; Dong Ding</title>
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	<description>Geschichten über Tee und Taiwan</description>
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		<title>Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (4)</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 23:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas gebeutelt von der holprigen und kurvenreichen Strecke sind wir angeschlagen. Wir gehen Essen, Mr. Chen hat hunger. Schauen wir mal, was auf den Tisch kommt. Die Bedienung serviert Teller mit Gemüse, Bamboo-Reis und Fleisch. Wir probieren vorsichtig, es sieht aus wie Schweinebraten und schmeckt wie Schweinebraten, in der Tat, es ist so etwas wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1478" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7460.jpg" rel="lightbox[1477]"><img class="size-medium wp-image-1478" title="Bamboo-Reis, Spezialität in Taiwan" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7460-300x199.jpg" alt="Bamboo-Reis, Spezialität in Taiwan" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Bamboo-Reis, Spezialität in Taiwan</p></div>
<p>Etwas  gebeutelt von der holprigen und kurvenreichen Strecke sind wir  angeschlagen. Wir gehen Essen, Mr.  Chen hat hunger. Schauen wir mal, was auf den Tisch kommt. Die Bedienung  serviert Teller mit Gemüse, Bamboo-Reis und Fleisch. Wir probieren  vorsichtig, es sieht aus wie Schweinebraten und schmeckt wie  Schweinebraten, in der Tat, es ist so etwas wie Scheinebraten wie er bei  uns in Bayern üblich ist. Nur die Soße ist nach taiwanesischer Art  gewürzt und macht Appetit auf mehr. Wir reden über Tee und dessen  Bedeutung für diese Region. Jährlich  finden in den berühmten Tee-Gegenden Tee-Prämierungen statt. Die  prämierten Gewinner werden um mehrere hundert Dollar gehandelt, für 150g  versteht sich. Die Menge der ausgezeichneten Tees ist begrenzt, die  Dosen werden versiegelt und stehen dann zum Verkauf zur Verfügung &#8211;  Raritäten weltbekannt.<br />
Wir  brechen auf und fahren wieder nach Lugu, in die dort ansässige  Tea-Farmers Association. Gerade treffen dort immer wieder Farmer mit  ihren Prämierungskandidaten ein. Wir steigen aus und tauchen direkt in  den intensiven Duft von Dong Ding Oolong Tee ein. Die große Anhäufung  von hochwertigem Oolong Tee in und um die Tea-Farmers Association taucht  den ganzen Platz vor dem Gebäude in eine aromatisch frisch wabernde  Wolke. Die hochwerigen Tees gehen von hier auf große Reise um die ganze  Welt zu den Tee-Liebhabern und Tee-Kenner rund um den Globus. Die  Annahmestelle Tea-Farmers Association ist nicht einsehbar, Sichtschutz  verhindert, daß die Tee-Farmer sich gegenseitig beobachten können, alles  in allem eine ernste Angelegenheit.<br />
Wir  stöbern im Tee-Laden und probieren einige Tee-Sorten, ich will 2 bis 3  neue Tees mitbringen, jedoch nicht zum Verkauf bei Tea-Nobilis.de.  Unsere Tees kommen aus anderen Gebieten, dort wo nach neu entwickelten  ökologisch verträglichen Methoden angebaut wird. Die taiwanesiche  Regierung fördert Tee-Farmen, die alternative  Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen erarbeiten. Es kommen Pflanzenextrakte  und widerstandsfähige Pflanzenzüchtungen zum Einsatz.</p>
<div id="attachment_1479" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7472.jpg" rel="lightbox[1477]"><img class="size-medium wp-image-1479" title="HRS Train in Taichung, Taiwan" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7472-300x200.jpg" alt="HRS Train in Taichung, Taiwan" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">HRS Train in Taichung, Taiwan</p></div>
<p>Der  Tee-Laden bietet eine große Auswahl an Tee-Zubehör wie Teeschalen,  Tee-Kannen und Tee-Schiffen an, und natürlich den hochwertigen  prämierten Dong Ding Oolong Tee. Ich kaufe eine Dose und habs bis heute  nicht übers Herz gebracht, das Siegel zu brechen und den Tee zu kosten.<br />
Die  Zeit drängt, unser Zug zurück nach Taipeh fährt in etwa einer Stunde.  Deshalb brechen wir auf und machen uns auf den Weg zurück nach Taichung,  einen wunderbaren Tag in den Bergen in Erinnerung.<br />
Der Tag ist noch längst nicht vorbei. Was es noch abends in Taipei zu berichten gibt, könnt ihr in den folgenden Tagen lesen&#8230;</p>
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		<title>Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (3)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 17:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir setzen unsere Fahrt fort, die Straße wir immer schmaler, oft durchqueren wir einen Bach, das Wasser spritzt. Es geht weiter bergauf. Dort oben, auf nahezu 2000 m Höhe ist die Vegetation rückständig, dort ist der Tee gerade ernte-reif. Wir treffen ein paar Pflückerinnen an. Zwischen Tee-Sträuchern und Nebel versteckt verrät sie der markante Hut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1442" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7422.jpg" rel="lightbox[1441]"><img class="size-medium wp-image-1442" title="Tee-Gärten nahe Lugu" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7422-200x300.jpg" alt="Tee-Gärten nahe Lugu" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tee-Gärten nahe Lugu</p></div>
<p>Wir  setzen unsere Fahrt fort, die Straße wir immer schmaler, oft  durchqueren wir einen Bach, das Wasser spritzt. Es geht weiter bergauf.  Dort oben, auf nahezu 2000 m Höhe ist die Vegetation rückständig, dort  ist der Tee gerade ernte-reif. Wir treffen ein paar Pflückerinnen an.  Zwischen Tee-Sträuchern und Nebel versteckt verrät sie der markante Hut,  der die Pflückerinnen am Morgen, wenn der Nebel noch nicht den Berg  hinaufgezogen ist,  vor der Sonne schützen. Die Gewänder der  Pflückerinnen sind bunt und luftig und verdecken zum Schutz vor Sonne  und Ungeziefer nahezu den ganzen Körper. Ein großzügig dimensioniertes  Kopftuch verdeckt Nacken und teilweise das Gesicht. Der Anblick ist für  uns amüsant, im Gegenzug empfinden die Pflückerinnen den Besuch von  Europäern als willkommene Abwechslung. Dem Taiwaner typisch ist seine  anfangs sehr ausgeprägte Schüchternheit, die nach kurzer Auftau-Phase  schwindet. So auch hier, ein Foto mit den Beschäftigten scheint anfangs  nicht machbar. Wir respektieren die Leute und versuchen zuerst, etwas  Vertrauen aufzubauen. Wir reden über Tee, über die laufende Ernte, den  Problemen, die in den letzten Wochen aufgetreten sind und über mögliche  Bedrohungen durch Taifune und Erdrutsche. Tee ist präsent, immer und  überall, er ist Mittelpunkt im Leben dieser Leute. Langsam bricht das  Eis, die Pflückerinnen beginnen auf uns zuzugehen, sie schätzen unser  Interesse an Tee und zeigen uns ihre Welt.</p>
<div id="attachment_1451" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7449.jpg" rel="lightbox[1441]"><img class="size-medium wp-image-1451 " title="Tea-Nobilis.de Gründer vor Ort" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7449-199x300.jpg" alt="Tea-Nobilis.de Gründer  in Dong Ding Oolong Tee Garten" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tea-Nobilis.de Gründer  in Dong Ding Oolong Tee Garten</p></div>
<p>Sie zeigen mir, wie sie  pflücken, die obersten 3 Blätter samt frischer Knospe werden mit einer  speziell angefertigten Klingenkombination blitzschnell und mit einem  Handgriff abgetrennt. Die Frauen sind überzeugt von der Qualität und  Sorgfalt ihrer Arbeit, der Qualität ihres Tees. Wir respektieren ihre  Arbeit, würdigen ihr Können und zeigen ihnen so Wertschätzung, “show a  good face” wie man in Taiwan gerne sagt. Ungewohnt für uns Europäer ist  das Gesicht-Wahren in Asien ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg und zum  Respekt. In meiner langjährigen Erfahrung mit Taiwan und intensiver  Geschäftsbeziehung bin ich durch eine harte Schule gegangen, mit  Rückschlägen und mit Erfolgen. Die Pflückerinnen haben mittlerweile so  viel Vertrauen geschöpft, daß sie jetzt zu Fotos zustimmen. Sie finden  das jetzt ganz lustig und amüsieren sich. Wir machen ein paar  Schnappschüsse und beobachten die Leute noch ein wenig, dann brechen wir  auf, wir wollen sie nicht zu sehr von der Arbeit abhalten. Nächste  Station ist eine kleine Tee-Manufaktur ein paar hundert Meter weiter,  eine kleine Wellblech-Halle mit den typischen Utensilien: geflochtene  Körbe für die Fermentation, geflochtene Trommeln, Blatt-Roll-Maschinen  und den gasbetriebenen Blatt-Trockner. Im Freien stehen Unmengen an  Gasflaschen zum Heizen der Trockner-Trommeln.</p>
<div id="attachment_1449" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7447.jpg" rel="lightbox[1441]"><img class="size-medium wp-image-1449" title="Tee-Garten mit Tee-Pflückerin" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7447-300x201.jpg" alt="Tee-Garten mit Tee-Pflückerin" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Tee-Garten mit Tee-Pflückerin</p></div>
<p>Tee  wird geerntet, dann werden die Blätter zum Welken am Boden ausgelegt.  Anschließend erfolgt ein Fermentationsschritt, je nach Tee-Sorte  entsprechend festgelegt. In Tüchern gewickelt werden die Blätter dann  gerollt, dazu wird der Tuch-Ballen in eine spezielle Maschine gegeben.  Ziel ist es, die Blätter sanft zu brechen. Danach wird der  Fermentationsprozess mittels Hitze gestoppt. Es folgen weitere  Fertigungsschritte. Genaue Details über den Prozess erfahren wir hier in  dieser Manufaktur nicht. Immerhin wird gerade ein Prämierungs-Kandidat  vorbereitet, der genaue Fertigungsablauf ist ein wohlgehütetes  Geheimnis. Auch Fotos sind hier nicht erwünscht, zu groß ist die Angst,  der Wettbewerb könnte Details des Prozesses erfahren und kopieren.<br />
Unterwegs  halten wir an einem Restaurant, Hunger macht sich breit bei Mr. Chen.  Meinen Begleitern und mir ist nicht ganz so wohl, war die Fahrt auch  extrem kurvig und hat uns an einen Sturm auf hoher See erinnert.</p>
<p>In ein paar Tagen geht es weiter mit taiwanesischem Schweinebraten&#8230;</p>
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		<title>Tea-Nobilis.de unterwegs–Tee in Taiwan (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 15:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir kommen in Lugu an, ein kleiner Ort an den Hängen der Gebirgsausläufer. Von hier aus ins Landesinnere steigen die Berge an bis auf 2000 m oder mehr. Die Bergwelt hier ist sehr dicht bewachsen und bewaldet, nahezu undurchdringbar. In Lugu gibt es neben ein paar Restaurants ein kleines Tee-Museum, einen SevenEleven, Souvenier-Geschäfte und einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1429" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7417.jpg" rel="lightbox[1428]"><img class="size-medium wp-image-1429" title="Tee-Farmer Mr. Young" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7417-200x300.jpg" alt="Tee-Farmer Mr. Young bereitet Oolong aus Formosa zu" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tee-Farmer Mr. Young bereitet Oolong aus Formosa zu</p></div>
<p>Wir  kommen in Lugu an, ein kleiner Ort an den Hängen der Gebirgsausläufer.  Von hier aus ins Landesinnere steigen die Berge an bis auf 2000 m oder  mehr. Die Bergwelt hier ist sehr dicht bewachsen und bewaldet, nahezu  undurchdringbar. In Lugu gibt es neben ein paar Restaurants ein kleines  Tee-Museum, einen SevenEleven, Souvenier-Geschäfte und einen ganzen  Haufen Mikro-Tee-Farmer, die in der Garage oder vorm Haus Tee  aufbereiten.<br />
Wir  treffen Mr. Chen und den Tee-Farmer Mr. Young auf dem Parkplatz der  dort ansässigen Lugu Township Tea Farmers Association. Links den Berg  hoch, nach ca. 5 Minuten Fahrzeit treffen wir bei Mr. Young zu Hause  ein. Wie bei vielen Tee-Farmern üblich, wir im “Wohnzimmer” der Tee  verkostet, ich nenne den Raum treffender Lebens-Raum. Dunkler Marmor  bedeckt den Boden, vorne an der großen Wand steht ein dunkler, sehr  massiver Holzschrank. Davor eine schwere Leder-Couch und Ledersessel in  dunkelroten Tönen gehalten. Passend dazu eine große Standuhr. Die Möbel  erdrücken uns erstaunlicherweise nicht, denn der Lebens-Raum ist  geräumig und hat gut 50m² Fläche. In der vorderen Hälfte, direkt am  Eingang steht ein massiver Teil eines Baumes. Das Wurzelholz ist oben  plan abgetragen und hochglanzpoliert, der untere Teil verschnörkelt und  verästelt, grob und fein zugleich und ebenfalls auf Hochglanz gebracht.  Wir nehmen Platz auf Hockern, setzen uns rund um die Wurzel, die Platz  genug für mindestens acht Leute bieten würde. Mr. Young setzt sich an  die Stirnseite. Hinter ihm ist eine kleine Spüle, Wasserkocher,  Teeschalen und Tee-Kannen. Direkt vor Mr. Young befindet sich ein  massives Tee-Schiff aus Marmor, hier werden die Tee-Kostbarkeiten  zubereitet und zelebriert. Der Wasserkocher blubbert schon, es macht  klick und das Blubbern verstummt. Wir plaudern und warten ein wenig auf  die optimale Wassertemperatur. Für den Dong Ding Oolong Tee liegt sie  bei ca. 80°C, ist das Wasser zu heiß, wird der Tee oft bitter und kann  seine feinen Geschmacksnuancen nicht entfalten. Mr. Young wird für die  Tee-Verkostung eine spezielle Tea-Taster Tasse zur Zubereitung des  Aufgusses verwenden. Von dort gelangt der Tee in eine kleine  Servier-Kanne aus Porzellan. Der Tea-Farmer ist wie zu erwarten sehr  routiniert und bereitet nebenbei den Tee zu, ohne Waage oder Uhr, er  macht alles nach Gefühl.</p>
<div id="attachment_1434" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7418.jpg" rel="lightbox[1428]"><img class="size-medium wp-image-1434" title="Dong Ding Oolong Tee aus Lugu" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7418-199x300.jpg" alt="Dong Ding Oolong Tee aus Lugu" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dong Ding Oolong Tee aus Lugu</p></div>
<p>Wir  werden hier ein paar ausgezeichnete Tees probieren. Zuerst ein High  Mountain Oolong Tee, ein „Champion“, so besagt das Siegel auf der Dose.  Er ist nur ganz leicht fermentiert und dadurch sehr dezent und leicht,  ein angenehmes Aroma. Für den Oolong typisch 3 Blätter und Blattspitze,  leichte Fermentation und schonend gerollt, so zeigt sich das Tee-Blatt.  Der Aufguß ist dezent in der Farbe, erinnert ein wenig an Honig. Der  Duft des aufgegossenen Tees ist blumig, frisch und sehr angenehm. Wir  schlürfen &#8212; die typische adstringierende Wirkung und der Speichelfluß  machen sich bemerkbar und bestimmen ganz plötzlich die Geschmackssinne.  Dies ist ein eindeutiges Qualitätsmerkmal dieses hochwertigen Tees. Wir  plaudern über Gott-und-die-Welt. Der Tee-Farmer Mr. Young interessiert  sich sehr für die deutschen Tee-Gewohnheiten. Er versteht nicht so ganz,  warum Oolong Tee hier nicht so populär ist wie in Taiwan und warum die  Leute lieber aromatisierte Tee-Mischungen und Beutel-Tee trinken. Hätte  ich doch deutsche Kräuter-Tees eingepackt, dann könnten wir ihm jetzt  deutsche Tee-Spezialitäten nahebringen.<br />
Mr.  Young bereitet den nächsten Tee zu, ein etwas stärker fermentierter  Dong-Ding Oolong Tee mit ausgeprägter Röstung. Das Blatt ist jetzt  deutlich dunkler als das vom High Mountain Oolong Tee. Der Aufguss ist  deutlich kräftig in der Farbe. Wir schlürfen, das charakteristische  Aroma macht sich breit. Aus der Gaumengegend schießt der  Geschmacksrausch hoch, von hinten-unten kommt der Flush, so einer der  Begleiter.<br />
Mr.  Young bereitet von jedem Tee 3 Aufgüsse zu, der Erste für die Nase, der  Zweite für den Geschmack und der Dritte für die Freundschaft, so sagt  es die chinesische Tee-Kultur. Jeder dieser Aufgüsse hat seinen eigenen  charakteristischen Geschmack.</p>
<div id="attachment_1430" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7433.jpg" rel="lightbox[1428]"><img class="size-thumbnail wp-image-1430 " title="Tee-Gärten auf JhuShan" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_7433-150x150.jpg" alt="Tee-Gärten auf JhuShan" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tee-Gärten auf JhuShan</p></div>
<p>Die  Zeit drängt etwas, deshalb brechen wir die Tee-Verkostung ab und machen  uns auf den Weg zu den Tee-Gärten. Wüsste ich, was uns bevorsteht, ich  wäre wahrscheinlich nicht in den Jeep eingestiegen. Das Fahrzeug war  offensichtlich auch Off-Road unterwegs. Schlammspritzer bis auf das  Dach. Wir starten zu fünft los mit dem Jeep und fahren zuerst  Serpentinen-Straßen ins Landesinnere. An einer unauffälligen Stelle  biegen wir ab, kein Wegweiser zeigt das Ziel. Die Straße wird schmal und  sehr schnell auch mal matschig und ist nur noch teilweise mit Teer  bedeckt. Zur Linken geht es steil nach oben, zur Rechten geht es steil  bergab. Wir brausen mit hoher Geschwindigkeit den Weg entlang, deutlich  schneller, als ich hier fahren würde. Die Bodenwellen setzen dem Gefährt  stark zu, sind jedoch für Mr. Young kein Grund um langsamer zu fahren.  Ich frage, wie oft Mr. Young den Weg fährt. Drei mal die Woche fährt Mr.  Young im Schnitt zu den Tee-Gärten.<br />
Lugu  liegt auf ca. 500 m Höhe, wir haben mittlerweile 1000 Höhenmeter  überwunden. Hier oben wird die Sicht immer schlechter, heller Dunst  macht sich breit. Vom Pazifik her strömt feuchte Luft über den  Küstenbereich und heizt sich auf. An den Berghängen steigt die  schwül-warme und feuchte Luft nach oben und kühlt ab. Dadurch  kondensiert die Feuchtigkeit aus und bildet den für diese Berge  typischen Dunst oder Nebel. Die Tee-Bauern schätzen das an den Hängen  vorherrschende Klima, kühl und feucht, die Sonneneinstrahlung wird durch  den Dunst stark abgemildert. Genau dieses Klima ist es, das den hier  angebauten Tee seinen Ruf und sein einzigartiges Aroma gibt.<br />
Wir  halten an und steigen inmitten von Tee-Gärten aus. Soweit wir schauen  können, sehen wir die charakteristisch geschnittenen Tee-Sträucher. Ab  und an steht ein Obstbaum, frische Pfirsiche strahlen uns an. Wir sind  auf 1400 m Höhe.</p>
<p>Natürlich ist unsere Reise noch nicht zu Ende und es gibt noch ganz interessante Begegnungen&#8230;.</p>
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		<title>Making Of Tea-Nobilis (2)</title>
		<link>http://blog.tea-nobilis.de/2009/05/making-of-tea-nobilis-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 09:34:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tee-Einkauf ist Expertensache. Beim bloßen Anblick  eines Tees erkennt man nicht ob gut oder schlecht. Unser Tea-Taster (Tee-Tester) vor Ort in Taiwan (Formosa) wählt die Tee-Farmen zuerst nach deren Anbaumethoden aus. Dann erfolgen die Geschmacksproben. Tea-Nobilis hat letztes Jahr 9 Tee-Sorten in einem akkreditierten deutschen Labor auf deren Schadstoffe untersuchen lassen. Auf der Prüfliste standen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tee-Einkauf ist Expertensache. Beim bloßen Anblick  eines Tees erkennt man nicht ob gut oder schlecht.<br />
Unser <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tea-Taster</a> (Tee-Tester) vor Ort in Taiwan (Formosa) wählt die <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee-Farmen</a> zuerst nach deren Anbaumethoden aus. Dann erfolgen die Geschmacksproben.</p>
<div id="attachment_251" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://wordpress.p117852.webspaceconfig.de/wp-content/uploads/2009/04/img_4162.jpg" rel="lightbox[249]"><img class="size-thumbnail wp-image-251" title="Lunch mit Mr. Chen" src="http://blog.tea-nobilis.de/wp-content/uploads/2009/04/img_4162-150x150.jpg" alt="Lunch mit Mr. Chen" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Lunch mit Mr. Chen</p></div>
<p><a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tea-Nobilis</a> hat letztes Jahr 9 Tee-Sorten in einem akkreditierten deutschen Labor auf deren Schadstoffe untersuchen lassen. Auf der Prüfliste standen ca. 250 verschiedene Pestizid- sowie Keim- und Pilzanalysen. Dazu kamen Nachweise über Blei-, Cadmium- und Quecksilberkonzentrationen.<br />
Das Labor beanstandete von den 9 getesteten Sorten 2 <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee-Sorten</a>, beide waren aus der Gegend von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nantou" target="_blank">Nantou</a>.</p>
<p>Ein gutes Beispiel für belasteten Tee: Ein prämierter &#8220;Dong Ding&#8221; aus der Nantou Gegend. Der Kilopreis für Großabnehmer lag bei ca. 8.000 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Taiwan-Dollar" target="_blank">NTD</a> (ca. 180 €), dementsprechend &#8220;nobel&#8221; hat sich der Tee-Farmer präsentiert. Unser Mann vor Ort, Mr. Chen, hat den Tee gekostet, geschmacklich gesehen war er ein hochwertiger Tee. Die Geschäftsabwicklung und die Teeverarbeitung in dieser Tee-Farm waren für Mr. Chen allerdings etwas undurchsichtig. Die <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee-Analysen </a>brachten die Erkenntnis warum diese Vorgehensweise. Der Tee war sehr stark belastet. Eine zwanzigfache Belastung mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cypermethrin" target="_blank">Cypermethrin</a> und eine sechzigfache Belastung mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2-(1-Methylpropyl)phenyl_methylcarbamate" target="_blank">Fenobucarb</a> über den zulässigen Grenzwerten: Hier kann auf keinen Fall mehr von Tee-Qualität mehr geredet werden. Weitere Analysen zeigten, wie in den bekanntesten Tee-Anbaugebieten für &#8220;guten&#8221; Oolong Tee in Taiwan (Formosa) gearbeitet wird. Es zählen Profit und Marge! Der Tee-Anbau wird auf Hochleistung gebracht, die Schädlinge müssen weg. Wie? Natürlich mit Chemie. Tee aus diesen <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee-Ernten</a> ist reine Massenware.</p>
<p>Mr. Chen (Tea-Nobilis &#8211; Tee-Tester) kennt die taiwanesische Tee-Branche seit Jahrzehnten sehr gut. Mit den gestellten Qualitätsanforderungen vom <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee-Online-Shop</a> Tea-Nobilis ging Mr. Chen an die Arbeit. Er besuchte mehr als 20 Tee-Farmen und nahm diese genau unter die Lupe.<br />
Er fand Tee-Farmen, die nach taiwanesischen Richtlinien chemiefrei arbeiten. Die Testergebnisse unseres akkreditierten deutschen Labors haben das bestätigt.</p>
<p>Ja, ich kenne die Diskussionen über die Grenzwerte und Schadstoffbelastung. Es gibt den einen oder anderen Anbieter im Web, der über die Analysekosten jammert und die Grenzwerte anzweifelt. Mir persönlich schmeckt ein unbelasteter <a href="http://www.tea-nobilis.de" target="_blank">Tee</a> viel besser, denn das ist ein Genuß!</p>
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