25. August 2010

Tee-Gärten nahe Lugu
Wir setzen unsere Fahrt fort, die Straße wir immer schmaler, oft durchqueren wir einen Bach, das Wasser spritzt. Es geht weiter bergauf. Dort oben, auf nahezu 2000 m Höhe ist die Vegetation rückständig, dort ist der Tee gerade ernte-reif. Wir treffen ein paar Pflückerinnen an. Zwischen Tee-Sträuchern und Nebel versteckt verrät sie der markante Hut, der die Pflückerinnen am Morgen, wenn der Nebel noch nicht den Berg hinaufgezogen ist, vor der Sonne schützen. Die Gewänder der Pflückerinnen sind bunt und luftig und verdecken zum Schutz vor Sonne und Ungeziefer nahezu den ganzen Körper. Ein großzügig dimensioniertes Kopftuch verdeckt Nacken und teilweise das Gesicht. Der Anblick ist für uns amüsant, im Gegenzug empfinden die Pflückerinnen den Besuch von Europäern als willkommene Abwechslung. Dem Taiwaner typisch ist seine anfangs sehr ausgeprägte Schüchternheit, die nach kurzer Auftau-Phase schwindet. So auch hier, ein Foto mit den Beschäftigten scheint anfangs nicht machbar. Wir respektieren die Leute und versuchen zuerst, etwas Vertrauen aufzubauen. Wir reden über Tee, über die laufende Ernte, den Problemen, die in den letzten Wochen aufgetreten sind und über mögliche Bedrohungen durch Taifune und Erdrutsche. Tee ist präsent, immer und überall, er ist Mittelpunkt im Leben dieser Leute. Langsam bricht das Eis, die Pflückerinnen beginnen auf uns zuzugehen, sie schätzen unser Interesse an Tee und zeigen uns ihre Welt.

Tea-Nobilis.de Gründer in Dong Ding Oolong Tee Garten
Sie zeigen mir, wie sie pflücken, die obersten 3 Blätter samt frischer Knospe werden mit einer speziell angefertigten Klingenkombination blitzschnell und mit einem Handgriff abgetrennt. Die Frauen sind überzeugt von der Qualität und Sorgfalt ihrer Arbeit, der Qualität ihres Tees. Wir respektieren ihre Arbeit, würdigen ihr Können und zeigen ihnen so Wertschätzung, “show a good face” wie man in Taiwan gerne sagt. Ungewohnt für uns Europäer ist das Gesicht-Wahren in Asien ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg und zum Respekt. In meiner langjährigen Erfahrung mit Taiwan und intensiver Geschäftsbeziehung bin ich durch eine harte Schule gegangen, mit Rückschlägen und mit Erfolgen. Die Pflückerinnen haben mittlerweile so viel Vertrauen geschöpft, daß sie jetzt zu Fotos zustimmen. Sie finden das jetzt ganz lustig und amüsieren sich. Wir machen ein paar Schnappschüsse und beobachten die Leute noch ein wenig, dann brechen wir auf, wir wollen sie nicht zu sehr von der Arbeit abhalten. Nächste Station ist eine kleine Tee-Manufaktur ein paar hundert Meter weiter, eine kleine Wellblech-Halle mit den typischen Utensilien: geflochtene Körbe für die Fermentation, geflochtene Trommeln, Blatt-Roll-Maschinen und den gasbetriebenen Blatt-Trockner. Im Freien stehen Unmengen an Gasflaschen zum Heizen der Trockner-Trommeln.

Tee-Garten mit Tee-Pflückerin
Tee wird geerntet, dann werden die Blätter zum Welken am Boden ausgelegt. Anschließend erfolgt ein Fermentationsschritt, je nach Tee-Sorte entsprechend festgelegt. In Tüchern gewickelt werden die Blätter dann gerollt, dazu wird der Tuch-Ballen in eine spezielle Maschine gegeben. Ziel ist es, die Blätter sanft zu brechen. Danach wird der Fermentationsprozess mittels Hitze gestoppt. Es folgen weitere Fertigungsschritte. Genaue Details über den Prozess erfahren wir hier in dieser Manufaktur nicht. Immerhin wird gerade ein Prämierungs-Kandidat vorbereitet, der genaue Fertigungsablauf ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Auch Fotos sind hier nicht erwünscht, zu groß ist die Angst, der Wettbewerb könnte Details des Prozesses erfahren und kopieren.
Unterwegs halten wir an einem Restaurant, Hunger macht sich breit bei Mr. Chen. Meinen Begleitern und mir ist nicht ganz so wohl, war die Fahrt auch extrem kurvig und hat uns an einen Sturm auf hoher See erinnert.
In ein paar Tagen geht es weiter mit taiwanesischem Schweinebraten…
21. August 2010

Tee-Farmer Mr. Young bereitet Oolong aus Formosa zu
Wir kommen in Lugu an, ein kleiner Ort an den Hängen der Gebirgsausläufer. Von hier aus ins Landesinnere steigen die Berge an bis auf 2000 m oder mehr. Die Bergwelt hier ist sehr dicht bewachsen und bewaldet, nahezu undurchdringbar. In Lugu gibt es neben ein paar Restaurants ein kleines Tee-Museum, einen SevenEleven, Souvenier-Geschäfte und einen ganzen Haufen Mikro-Tee-Farmer, die in der Garage oder vorm Haus Tee aufbereiten.
Wir treffen Mr. Chen und den Tee-Farmer Mr. Young auf dem Parkplatz der dort ansässigen Lugu Township Tea Farmers Association. Links den Berg hoch, nach ca. 5 Minuten Fahrzeit treffen wir bei Mr. Young zu Hause ein. Wie bei vielen Tee-Farmern üblich, wir im “Wohnzimmer” der Tee verkostet, ich nenne den Raum treffender Lebens-Raum. Dunkler Marmor bedeckt den Boden, vorne an der großen Wand steht ein dunkler, sehr massiver Holzschrank. Davor eine schwere Leder-Couch und Ledersessel in dunkelroten Tönen gehalten. Passend dazu eine große Standuhr. Die Möbel erdrücken uns erstaunlicherweise nicht, denn der Lebens-Raum ist geräumig und hat gut 50m² Fläche. In der vorderen Hälfte, direkt am Eingang steht ein massiver Teil eines Baumes. Das Wurzelholz ist oben plan abgetragen und hochglanzpoliert, der untere Teil verschnörkelt und verästelt, grob und fein zugleich und ebenfalls auf Hochglanz gebracht. Wir nehmen Platz auf Hockern, setzen uns rund um die Wurzel, die Platz genug für mindestens acht Leute bieten würde. Mr. Young setzt sich an die Stirnseite. Hinter ihm ist eine kleine Spüle, Wasserkocher, Teeschalen und Tee-Kannen. Direkt vor Mr. Young befindet sich ein massives Tee-Schiff aus Marmor, hier werden die Tee-Kostbarkeiten zubereitet und zelebriert. Der Wasserkocher blubbert schon, es macht klick und das Blubbern verstummt. Wir plaudern und warten ein wenig auf die optimale Wassertemperatur. Für den Dong Ding Oolong Tee liegt sie bei ca. 80°C, ist das Wasser zu heiß, wird der Tee oft bitter und kann seine feinen Geschmacksnuancen nicht entfalten. Mr. Young wird für die Tee-Verkostung eine spezielle Tea-Taster Tasse zur Zubereitung des Aufgusses verwenden. Von dort gelangt der Tee in eine kleine Servier-Kanne aus Porzellan. Der Tea-Farmer ist wie zu erwarten sehr routiniert und bereitet nebenbei den Tee zu, ohne Waage oder Uhr, er macht alles nach Gefühl.

Dong Ding Oolong Tee aus Lugu
Wir werden hier ein paar ausgezeichnete Tees probieren. Zuerst ein High Mountain Oolong Tee, ein „Champion“, so besagt das Siegel auf der Dose. Er ist nur ganz leicht fermentiert und dadurch sehr dezent und leicht, ein angenehmes Aroma. Für den Oolong typisch 3 Blätter und Blattspitze, leichte Fermentation und schonend gerollt, so zeigt sich das Tee-Blatt. Der Aufguß ist dezent in der Farbe, erinnert ein wenig an Honig. Der Duft des aufgegossenen Tees ist blumig, frisch und sehr angenehm. Wir schlürfen — die typische adstringierende Wirkung und der Speichelfluß machen sich bemerkbar und bestimmen ganz plötzlich die Geschmackssinne. Dies ist ein eindeutiges Qualitätsmerkmal dieses hochwertigen Tees. Wir plaudern über Gott-und-die-Welt. Der Tee-Farmer Mr. Young interessiert sich sehr für die deutschen Tee-Gewohnheiten. Er versteht nicht so ganz, warum Oolong Tee hier nicht so populär ist wie in Taiwan und warum die Leute lieber aromatisierte Tee-Mischungen und Beutel-Tee trinken. Hätte ich doch deutsche Kräuter-Tees eingepackt, dann könnten wir ihm jetzt deutsche Tee-Spezialitäten nahebringen.
Mr. Young bereitet den nächsten Tee zu, ein etwas stärker fermentierter Dong-Ding Oolong Tee mit ausgeprägter Röstung. Das Blatt ist jetzt deutlich dunkler als das vom High Mountain Oolong Tee. Der Aufguss ist deutlich kräftig in der Farbe. Wir schlürfen, das charakteristische Aroma macht sich breit. Aus der Gaumengegend schießt der Geschmacksrausch hoch, von hinten-unten kommt der Flush, so einer der Begleiter.
Mr. Young bereitet von jedem Tee 3 Aufgüsse zu, der Erste für die Nase, der Zweite für den Geschmack und der Dritte für die Freundschaft, so sagt es die chinesische Tee-Kultur. Jeder dieser Aufgüsse hat seinen eigenen charakteristischen Geschmack.

Tee-Gärten auf JhuShan
Die Zeit drängt etwas, deshalb brechen wir die Tee-Verkostung ab und machen uns auf den Weg zu den Tee-Gärten. Wüsste ich, was uns bevorsteht, ich wäre wahrscheinlich nicht in den Jeep eingestiegen. Das Fahrzeug war offensichtlich auch Off-Road unterwegs. Schlammspritzer bis auf das Dach. Wir starten zu fünft los mit dem Jeep und fahren zuerst Serpentinen-Straßen ins Landesinnere. An einer unauffälligen Stelle biegen wir ab, kein Wegweiser zeigt das Ziel. Die Straße wird schmal und sehr schnell auch mal matschig und ist nur noch teilweise mit Teer bedeckt. Zur Linken geht es steil nach oben, zur Rechten geht es steil bergab. Wir brausen mit hoher Geschwindigkeit den Weg entlang, deutlich schneller, als ich hier fahren würde. Die Bodenwellen setzen dem Gefährt stark zu, sind jedoch für Mr. Young kein Grund um langsamer zu fahren. Ich frage, wie oft Mr. Young den Weg fährt. Drei mal die Woche fährt Mr. Young im Schnitt zu den Tee-Gärten.
Lugu liegt auf ca. 500 m Höhe, wir haben mittlerweile 1000 Höhenmeter überwunden. Hier oben wird die Sicht immer schlechter, heller Dunst macht sich breit. Vom Pazifik her strömt feuchte Luft über den Küstenbereich und heizt sich auf. An den Berghängen steigt die schwül-warme und feuchte Luft nach oben und kühlt ab. Dadurch kondensiert die Feuchtigkeit aus und bildet den für diese Berge typischen Dunst oder Nebel. Die Tee-Bauern schätzen das an den Hängen vorherrschende Klima, kühl und feucht, die Sonneneinstrahlung wird durch den Dunst stark abgemildert. Genau dieses Klima ist es, das den hier angebauten Tee seinen Ruf und sein einzigartiges Aroma gibt.
Wir halten an und steigen inmitten von Tee-Gärten aus. Soweit wir schauen können, sehen wir die charakteristisch geschnittenen Tee-Sträucher. Ab und an steht ein Obstbaum, frische Pfirsiche strahlen uns an. Wir sind auf 1400 m Höhe.
Natürlich ist unsere Reise noch nicht zu Ende und es gibt noch ganz interessante Begegnungen….
20. August 2010

Taipeh HRS Bahnsteig
Neulich, unterwegs in Taiwan, der Insel Formosa, dem immergrüne Eiland im Pazifischen Ozean. Die Insel voller Gegensätze, Moderne und Technologie trifft Tradition, Natur. Tradition in Taiwan ist es, die den Tee schätzt, nicht nur als Getränk, sondern auch als Teil der Kultur und als Teil der chinesischen Geschichte. Tee als Schatz, als Genuss, Tee, der Weg. Nicht nur die Taiwaner schätzen den hochwertigen Tee, sondern auch Tee-Kenner weltweit wissen die Spezialitäten und Raritäten aus Taiwan / Formosa zu schätzen.
Ziel unserer Reise ist der Ursprung dieser unergründlichen Tee-Welt, eintauchen in das Leben der Tee-Bauern und Tee-Händler, direkt vor Ort, dort wo alles beginnt – JhuShan (竹山).
Los geht’s um 7 Uhr morgens, eine feucht-fröhliche Nacht liegt hinter mir – Geburtstagsfeier eines guten Freundes in Taipeh. Das Aufstehen fällt mir schwer, ich packe die wichtigsten Sachen zusammen, die Kamera ist startklar, Akkus geladen. Im Foyer des Hotels warten meine Begleiter, auch nicht ausgeschlafen. Zusammen fahren wir mit der U-Bahn (MRT) zur Main Station Taipeh, von dort geht es weiter mit dem HSR Train (Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug) nach Taichung, ca. 180 km süd-westlich von Taipeh. Der Zug fährt um 8:42 Uhr ab, wir werden ca. 1 Stunde und 20 Minuten unterwegs sein. Ich bin positiv beeindruckt, die Beschilderung ist sehr gut und immer mehrsprachig ausgeführt. So können sich auch Touristen ohne chinesische Sprachkenntnisse problemlos orientieren. Am Bahnsteig angekommen steht er vor uns: der Shinkansen 700T mit seiner klaren Geradlinigkeit und Schlichtheit. Im Inneren erwartet uns ein geräumiges Abteil, die Sitze sind bequem.
Es geht los, der Zug gleitet leise aus dem unterirdischen Bahnhof, ein kleiner Stop in Banciao, dann geht es flott weiter Richtung Süden. Es dauert vielleicht eine Viertelstunde, bis wir auftauchen aus dem unterirdischen Labyrinth aus Tunnels und Gleisen, auftauchen in eine Welt, geprägt von Reisfeldern und Industrie. Die Laufschrift im Abteil informiert uns über die Ankunftszeit an der nächsten Haltestelle und über Hygiene-Maßnahmen im Zug. Ach ja, Asien wurde die letzten Jahre immer wieder gebeutelt von sich stark ausbreitenden Infektionskrankheiten.

Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug
Kein Wunder, immerhin ist die Bevölkerungsdichte auf der Insel weltweit mit am höchsten. Die Behörden dort sind heute erfahren und können wirksame Maßnahmen ergreifen, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können. Deshalb wird der Zug jeden Tag desinfiziert, so informiert uns die Laufschrift und das Werbematerial im Abteil. Der Zug beschleunigt weiter, wir brausen mit 296 km/h Richtung Süden. In Kürze erreichen wir die Haltestelle in Taichung, nächstes Ziel unserer Reise. Von dort werden wir mit einem Mietwagen, einem kleinen Toyota Yaris, die weiteren anstehenden 40 km bis zum Treffpunkt mit Mr. Chen zurücklegen. Mr. Chen ist für mich und somit für www.tea-nobilis.de in Taiwan unterwegs, um den besten Tee in Taiwan zu finden. Bester Tee im Hinblick auf Verarbeitung, Geschmack und Anbaumethode.

Auf dem Weg nach Lugu
Wir treffen uns in Lugu, ganz in der Nähe von Nantou. Einige von euch kennen Nantou möglicherweise von den Tee-Raritäten dieser Region. Von hier kommen die berühmtesten Sorten, allen vorweg der Dong-Ding Oolong Tee (凍頂烏龍茶), für den der Tee-Kenner gerne mal 200 US Dollar oder mehr ausgibt – für 150g versteht sich, nicht für das Kilo.
Wie es weitergeht und was es mit dem Weg zur Tee-Farm auf sich hat, könnt ihr die nächsten Tage im Blog lesen….
29. Juli 2010

Tee-Mobil - bestellen im Tee-Online-Shop von Tea-Nobilis
Adios Thermoskanne, du hast ausgedient. Wer heute „in“ sein will trägt seinen Oolong in einer speziellen Designer-Teeflasche (Red Dot Award). „Take-away-Tea“ der noblen Art. Die griffige Form dieses innovativen Teebereiters ist von schlichter Eleganz. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr! Das schlag- und kratzfeste Material der Teeflasche bewährt sich bei allen sportlichen Betätigungen. Ob Bergwandern, Mountain-Biking, Golfen, Hundesport, etc., das Tee-Mobil macht alles mit. Angenehm ist, das man seinen Lieblingstee nicht schon zu Hause zubereiten muss. In den Metallfilter der Flasche wird die erforderliche Portion eines Oolong-Tees (Anbauland: Taiwan/Formosa) oder eines grünen Tees (Anbauland: Japan) gefüllt. Diese Teesorten können mit heißen und auch mit kaltem Wasser (längere Ziehzeit) aufgegossen werden. Ein gutes Wasser lässt das Teearoma voll zur Geltung kommen. Leitungswasser hat in den vielen Gegenden von Deutschland einen zu hohen PH-Wert. Wenn sie nicht wissen welcher PH-Wert für ihre Region gilt, dann kaufen sie sich einen PH-Streifen (Merck). Ideal für den Teeaufguss ist z.B. ein Mineralwasser der Quelle Plose. Grüne Tees und die Oolong Tees schmecken damit ausgezeichnet. Die 0,5 Liter Designer-Teeflasche erhalten sie als Kombi-Angebot in Verbindung mit einer Tee-Bestellung exklusiv im Tee-Online-Shop von Tee-Nobilis. Versendet (Post, DHL) werden Tee und Flasche direkt nach Online-Kauf derzeit nur innerhalb Deutschlands. Für einen Versand in das angrenzende Ausland (Österreich, Nord-Italien, Luxemburg, Liechtenstein, Belgien, Niederlande, Dänemark) senden sie bitte vor Bestellung im Tee-Online-Shop eine Anfrage per Kontaktformular an das Tea-Nobilis-Team. Wir werden uns umgehend mit ihnen in Verbindung setzen, wenn wir die preiswerteste Versandmethode für sie ermitteln konnten. Gehen die Versandkosten nach Gewicht, dann hat das seine Vorteile, denn das Material des „Tee-Mobil“ ist federleicht. Interessant ist die funktionelle Gestaltung der Reise-Tee-Flasche „Tee-Mobil“. Sie hat zwei Schraubverschlüsse. Einen kleineren oben auf der Flasche und einen großen unten beim Filtereinsatz. Der kleinere Schraubverschluss mit Silikondichtung und Druckventil oben auf dem „Tee-Mobil“ ist von den Ausmaßen her groß genug um Wasser ohne zur Hilfenahme eines Trichters nachfüllen zu können. Der große Schraubverschluss beim hygienischen Teefilter aus Metall hat ebenfalls eine Silikondichtung. Alle Materialien der Reise-Tee-Flasche „Tee-Mobil“ sind spülmaschinenfest. Im Versandumfang ihrer Bestellung befinden sich auch eine Trageschlaufe mit Karabiner-Haken und ein weiterer Karabiner-Haken an dem sie eine extra Portion Tee in einer Mini-Teedose befestigen können. Am Flaschenhals des „Tee-Mobil“ sind zwei Ösen wo Trageschlaufe und Reserve-Protion-Tee befestigt werden können. Ob heiß oder kalt, Handtasche oder Rucksack, zu jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass ihr Lieblingstee ist immer mit dabei. Die Reise-Tee-Flasche „Tee-Mobil“ liefert Gesprächsstoff. Sie ist neu. Nirgendwo in Europa sonst zu bekommen. Nur im Tee-Online-Shop von Tea-Nobilis. Man wird sie ansprechen und fragen wo sie dieses Fläschchen her haben. Geben sie Auskunft und verdienen sie sich damit „Einkaufspunkte“ bei Tea-Nobilis. Sie haben eine eigene Webseite, dann würden wir uns freuen, wenn sie einen Banner (468×60) oder einen Textlink setzen würden. Im Gegenzug platzieren wir Ihre Webseite mit auf unserer Linkliste. Tea-Nobilis ist kundenorientiert und für Anregungen zum Thema Tee und Teezubehör jeder Zeit offen. Sie haben eine Geschichte rund um den Tee, dann senden sie sie uns, wir werden ihren Text nach Prüfung in unserem Tee-Blatt-Blog veröffentlichen.
27. Mai 2010
Jedes Kind stellt viele Fragen, denn Kinder möchten lernen. Unser Kind auch. Eine der Fragen war: “Warum heißt ein Teelicht Teelicht? Hat das was mit Tee zu tun?” Ich überlege. Auf manche Fragen sind die Antworten einfach. Auf diese Frage nicht, denn mir fällt keine Antwort ein. Um die Antwort zu finden sehen wir gemeinsam im Internet bei Wikipedia nach und erfahren folgendes: Ein Teelicht war gedacht, den Tee im Teekännchen auf einem Stövchen warm zu halten. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Ich hatte an etwas nicht so nahe liegendes gedacht. Teelichter sind alltäglich. Über den Sinn und Unsinn bzw. über die Ursache vieler Dinge denkt man im Alltag nicht nach. Sie sind selbstverständlich. Erst Kinder machen durch ihre Fragen wieder auf solche Dinge aufmerksam. Dank Wiki können wir den Kindern die Fragen beantworten. Ich denke zurück. Als wir Kinder waren gab es kein Wiki und kein Internet. Was haben unsere Eltern getan, um unsere Fragen zu beantworten? Auch damals wussten Eltern, wo sie Antworten auf Fragen finden. Bei uns hieß das: “Hol mal das Bertelsmann Volkslexikon.”
Im Bertelsmann Volkslexikon sehen wir heute nicht mehr nach. Wir trinken auch nicht mehr Früchte- oder Hagebuttentee, sondern schwarzen, grünen oder Oolong Tee. Was aus Kinderzeiten aber geblieben ist: Wir holen unsere Kerzen immer noch bei der Kerzenfabrik Wiedemann.
20. Mai 2010

Erdbeerkuchen und Tee - auf und ab der Nerven
Es ist Mai, es ist Erdbeerzeit, auch wenn das Wetter was anderes vermuten lässt. Unser Kind wünscht sich ein Stück Erdbeerkuchen. Gerne erfülle ich ihm den Wunsch und wir fahren auf dem Weg vom Kindergarten beim Bäcker vorbei. Während das Kind im Auto wartet, kaufe ich ihm ein Stück Erdbeerkuchen. Zuhause angekommen fragt das Kind mit Blick auf den Erdbeerkuchen: “Was ist das?” Ich anworte: “Erdbeerkuchen.” Was folgt betrachte ich mit einer Mischung aus Verblüffung und Verärgerung: Zuerst versucht das Kind, ein Glas Wasser umzustossen, was ich gerade noch verhindern kann. Dann schmeisst es sich auf den Boden, brüllt, ringt mit dem Teppich. Ich fasse mich und frage ruhig: “Was ist los?” – keine Antwort, nur Gebrülle. Ich nehme es in den Arm und frage erneut: “Was ist los?” Unter Tränen und schwer atmend erklärt mir das Kind des Rätsels Lösung: “Der Erdbeerkuchen ist nicht rund.” — Das Kind hat recht. Dieses Stück Erdbeerkuchen stammt von einem Blechkuchen und ist somit eckig. Das Kind wollte ein Stück von einer runden Erdbeertorte, so wie bei Oma. Meine Gefühle schwanken zwischen Weinen und Lachen. Wir fahren extra zum Bäcker wegen eines Erdbeerkuchens, den ich wegen seines Zuckergehaltes nicht gerne kaufe. Ich habe ihn trotzdem gekauft und dann passt er dem Kind nicht wegen des falschen Aussehens!?
Ruhig erkläre ich dem Kind, dass der Erdbeerkuchen gut schmeckt, auch wenn er eckig ist. Zögernd probiert das Kind und ist zufrieden, der Kuchen schmeckt. Meine Nerven sind nicht so schnell zu beruhigen. Ich brauche jetzt eine Tasse guten Tees zum Entspannen. Während das Wasser im Wasserkocher heiß wird, gebe ich ein wenig vom RenAi High Mountain Oolong in meine kleine Teekanne. Heisses Wasser drauf, zwei Minuten ziehen lassen. Ich sehe kurz nach draussen, es ist kalt. Drinnen will ich meinen Tee aber nicht trinken. Ich hole eine Decke und den Tee und setze mich auf die Terasse. Gut eingehüllt in die warme Decke trinke ich die ersten Schlucke Tee. Wärme breitet sich in meinem Körper aus und mit jedem Schluck dieses unglaublichen Tees beruhigen sich meine Nerven mehr und Entspannung macht sich breit. Drinnen ist es ganz still, das Kind scheint glücklich mit dem Erdbeerkuchen. Als meine Teetasse leer ist, atme ich nochmal tief durch und gehe wieder rein. Warum ist es da drinnen immer noch so still? Egal, mit einer guten Tasse Tee aus dem Tee-Online-Shop von Tea-Nobilis bestehen wir auch das nächste Abenteuer.
24. April 2010
Eine Frage wurde uns gestellt, die vom hohen Niveau der Teilnehmer und somit auch der Veranstaltung zeugt:
“Wie verändern sich durch die Fermentation des Tees dessen Inhaltsstoffe?”
Während des Fermentationsprozesses geschieht biochemisch gesehen sehr viel. Einen großen Einfluss auf die Veränderung der Inhaltsstoffe des Tees haben die relative Luftfeuchtigkeit während der Welke und die Umgebungstemperatur. Diese Faktoren haben großen Einfluss darauf, wie stark sich die einzelnen Inhaltsstoffe des Tees verändern. Als wichtige Ergebnisse können wir von Tea-Nobilis aber für Sie zusammenfassen:
- Der Gesamtphenolgehalt sinkt.
- Der Koffeingehalt steigt
- Der Catechingehalt sinkt
(Quelle: HEPPER, C. (2006): Feinstrukturelle, cytochemische und biochemische Untersuchungen zur Entwicklung und Welke des Teeblattes (Camellia sinensis (L.) O. Kuntze); ibidem-Verlag, Stuttgart)
4. April 2010

Chasen Tee-Besen für japanischen Matcha Tee
“1 bis 2 Gramm des Pulvers werden in eine Matcha-Schale gegeben, mit 60 bis 100 ml heißem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen, Cha-sen genannt, schaumig geschlagen. In der traditionellen Teezeremonie muss es sich um 60 Grad heißes, weiches Wasser handeln; je höher und fester der Schaum, umso besser ist der Tee gelungen. In der japanischen Teezeremonie gibt es neben der Zubereitung starken Tees, koi-cha (濃茶), mit viel Teepulver und wenig Wasser im Anschluss oder alleine auch die Zubereitungsart des dünnen Tees, usu-cha (薄茶), bei dem Matcha mit entsprechend viel Wasser aufgebrüht und gerührt wird.”
Quelle: Wikipedia
28. Februar 2010

Jin Xuan Oolong Tee
Tea-Nobilis bietet in unregelmäßigen Abständen Teeseminare an. Diese Veranstaltungen sind verbunden mit unheimlich viel Vergnügen. Es ist jedes Mal wieder spannend, aus welchen Menschen sich dieses Mal das Auditorium zusammensetzt. Sind es mehr Frauen oder mehr Männer? Wie wird die Altersstruktur sein, wie der Wissensstand der Teilnehmer?
Der Ablauf der Tee-Seminare teilt sich meist auf in einen offiziellen Teil, also den Teil, der in der Einladung erklärt wird und den inoffiziellen Teil. Damit bezeichne ich den Teil, der sich an das Seminar anschließt. Letztendlich gehört der inoffizielle Teil genauso zum Tee-Seminar wie der offizielle Teil, aber es ist die Zeit, in der zum “gemütlichen Teil” übergegangen wird, wie wir hier so schön sagen. Einige der Teilnehmer gehen schon, andere wandern nochmal interessiert zu den vorgestellten Tees, trauen sich, Fragen zu stellen, die sie vor den anderen Teilnehmern nicht stellen wollten. Man kommt ins Gespräch, lernt sich kennen. Einige der Fragen dieser Tee-Seminare kommen immer wieder, andere sind selten und besonders. Ich sammle einige dieser Fragen und werde diese Fragen und deren Antworten hier in nächster Zeit in den Blog stellen. Damit klärt sich die eine oder andere Frage, die sich viele Leser zu Hause auch schon gestellt haben.
15. Februar 2010
Die 4 Wochen Selbstversuch sind vorüber und somit ist es Zeit für den Zwischenstand bzw. das Fazit. Es bleibt dabei: 2 kg sind weg und das dritte Kilo ist an manchen Tagen weg und dann wieder da. Also Tendenz weiterhin nach unten. Seit die 4 Wochen Selbstversuch rum sind, ist auch die Disziplin weniger. Ich trinke zwar täglich über einen Liter Tee (das Wetter läßt einen kaum was anderes trinken, als was warmes), habe aber auch viel grünen Tee und auch schwarzen getrunken. In 4 Wochen 2 kg abnehmen ist nicht schlecht und wenn der Fasching und somit die Zeit der Krapfen übermorgen vorbei sind, werde ich mich wieder verstärkt dem Oolong widmen. Die anderweitigen Effekte, wie gesunde, gepflegte Lippen, d.h keine eingerissenen Mundwinkel und keine rauhen Lippen, das gute Körpergefühl sind Argumente genug, mit dem Oolong-Tee Genuss fortzufahren. Wenn sich noch das eine oder andere Kilo verflüchtigt werde ich berichten. Gibt´s was anderes interessantes zu berichten, melde ich mich ebenfalls. Aber nun erstmal viel Freude an den letzten Faschingstagen!