20. Juli 2009

Oriental Beauty aus Emei/Taiwan
Dong Fang Mei Ren Cha (東方美人茶)
Tea Tasting (Teeprobe) ist immer wieder spannend. Dieses Mal haben wir zwei Oriental Beauty Tees aus Emei in Taiwan (Formosa) getestet. Beide Oriental Beauties stammen aus dem gleichen Ort, von dem gleichen Teebauern, von den gleichen Teepflanzen und wurden gleich verarbeitet.
Einziger Unterschied: Der eine Oriental Beauty Tee
stammt aus der Sommerernte und der andere Oriental Beauty Tee aus der Herbsternte.
Es ist ja bekannt, dass die klimatischen Gegebenheiten ein Naturprodukt wie Tee stark beeinflussen. Hier konnten wir es hautnah miterleben.
Tee beurteilen bedeutet:
1. schau dir das Tee-Blatt an, das trockene Blatt (oft gerollt) und ein aufgegangenes Blatt aus dem Aufguß
2. rieche mehrmals an dem Tee (ähnlich wie bei Parfum)
3. prüfe den Aufguß: Leichter Schaum am Rand, ölige Oberfläche und feinste Blatthärchen müssen erkennbar sein (Tea-Nobilis)
4. beurteile die Farbe und den Duft der Tasse (Die Expertensprache ist oft unverständlich - hier ist natürlich der Tee gemeint)
5. schlürfe einen kleinen Schluck Tee und lasse ihn sich unter der Zunge entfalten. Das Geschmackserlebnis ist das Resultat.

Oriental Beauty Vergleich
Oriental Beauty Tees boten uns Folgendes:
1. die trockenen Blätter und auch die aufgegangenen Blätter zeigten kaum Unterschiede
2. der Tee-Geruch unterschied sich: Die Sommerernte des Oriental Beauty roch blumiger, frischer; die Herbsternte malziger, herber
3. im Aufguss waren beide Tees gleich: wenig Schaum am Rand, leicht ölige Oberfläche und auch die feinsten Blatthärchen waren da
4. Farbe war gleich, Duft unterschied sich wieder: Der Sommertee roch im Aufguss frischer, der Herbsttee nach Wärme
5. auch im Geschmack der Tasse setzte sich diese Differenz fort: Der Oriental-Beauty-Sommer-Tee ist im Geschmack: blumig, zitronig, frisch mit Honignoten; der Oriental-Beauty-Herbst-Tee ist im Geschmack: mit zitroniger Note, leicht herb und mit deutlichen Malznuancen
Bei jedem Tea Tasting (Teeprobe) ist es immer wieder beeindruckend, die geschmacklichen Unterschiede der Tees zu erkennen. Bei dieser Teeverkostung war es die Differenz von der Leichtigkeit des Sommers und der Farbenschwere des Herbstes. So wie die Jahreszeiten sich in ihrer Farbenpracht darstellen, so schmecken auch die Tees.
18. Juli 2009
Das Bio-Siegel ist ebenfalls beim Tee verbreitet und bekannt. Es festigt das Vertrauen des Verbrauchers in das Produkt und beschert dem Handel dadurch Umsatzzuwächse.
Ein Bio-Siegel kostet Geld! WARUM? Eigentlich ist es doch so, dass man durch die Qualität seiner Produkte im Einzelnen oder auch als kompletter Tee-Online-Shop bewertet werden sollte. Heißt bezahlen für ein Bio-Siegel, dass ich wenn ich mehr bezahle auch besser bewertet werde? Oder bedeutet es vielleicht, dass Shops die hervorragende, labortechnisch überprüfte Produkte, die eine bessere Qualität aufweisen wie Bio-Siegel-Produkte, sich nicht Bio nennen dürfen, weil sie nicht bereit sind hunderte von Euros für dieses Label zu bezahlen?
Tea-Nobilis läßt jeden selbst importierten Tee im akkreditierten Lebensmittellabor auf seine Qualität überprüfen. Tea-Nobilis verkauft nur Tee, den der Tee-Online-Shop-Inhaber selber trinken würde.
Bio und Euro bedeuten meistens teurer. Das kennt jeder, wenn beim wöchentlichen Einkauf im Warenkorb plötzlich ein Drittel weniger ist. Die Renten in Deutschland sind gesunken, aber gerade für Kinder und Senioren ist die Lebensmittelqualität sehr wichtig. Gesunde Ernährung spart sehr viel Geld. Es bedeutet für die älteren Herrschaften, wie damals beim Einkauf im “Tante-Emma-Laden” die sichere Art, das Beste beim Einkauf zu bekommen. Qualität zahlt sich eben aus auch beim Tee.
Lebensmittel-Sicherheit? Was bedeutet das ganz konkret? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Wird schon alles passen, kommt ja von ganz oben, kann nur gesund sein, oder?
Kann es sein, dass Verbraucher viel zu viel Vertrauen in das marketingwirksame Label von diversen Bio-Produkten (z.B. Tee, Kaffee, Wein, …), interpretieren?
Vielleicht sollte ich einen “Tee-Oscar” kreiren, den meine labortechnisch überprüften Tees bekommen werden, dann brauche ich nicht mehrere hunderte Euros bezahlen für das eine oder andere Bio-Siegel.
Wir legen sehr großen Wert auf unbelastete Ware und prüfen die Qualität aller unserer selbst importierten Produkte mittels Labor-Untersuchungen. Nicht selbst importierte Tees aus dem Tee-Online-Shop von Tea-Nobilis werden nur von Lieferanten unseres Vertrauens bezogen. Wir hinterfragen momentan die Kriterien, die eine Bio-Kennzeichnung unserer Produkte erfordern. Welche Rolle spielen die Prüfkriterien für die wichtige Zertifizierung? Geht es hier hauptsächlich um die normale Abwicklung des Papierkrams? Oder werden hier konkret die Abläufe im Unternehmen, die Tee-Anbaumethoden im jeweiligen Land, die Verhältnisse der Lagerplätze im Tee-Shop, der Warenflußtrennung (Bio und Nicht-Bio), usw. aufgelistet? Oder geht es auch um den Weg des Produktes vom Teebauern bis zum Endverbraucher?
Beim Bio-Siegel bestätigt der Zulieferer die Konformität seiner Abläufe bzw. ist selbst zertifiziert.
Das macht alles Sinn. Garantiert es jedoch unbedenkliche Produkte? Wo ist der konkrete Nachweis?
Deshalb schauen Sie sich bitte den Artikel bei Spiegel Online an.Klicken Sie sich durch die Bilder. Die Fotos sind sehr interessant. Das Wort “Bio”, Siegel und Auszeichnungen sind häufig zu sehen, trotzdem wurden die Produkte vom Verbraucherschutz beanstandet!
Aus diesen Gründen werden wir weiterhin unsere Produktqualität unabhängig von Auszeichnungen und Siegeln überprüfen lassen. Wir verlassen uns nicht auf Papier, Audit und Zertifizierung, wir prüfen selbst.